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Fast alle neuen Vorschriften zur Regelung der Finanzmärkte stammen von der Europäischen Union. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Regulierung der Finanzsektoren den Anforderungen und Bedürfnissen der Nutzer von Finanzdienstleistungen gerecht wird.

Hier finden Sie:

Schwerpunktthemen – Woran arbeiten wir zurzeit?

Veröffentlichungen – Alle unsere Positionspapiere seit 2009 und alle durchgeführten Studien.

EU-Wörterbuch – für den Finanzsektor mit Erläuterungen zu Wörtern, Richtlinien und Abkürzungen.

 




[Translate to Deutsch:] Dictionary Index Letters

  1. A
  2. B
  3. C
  4. D
  5. E
  6. F
  7. G
  8. H
  9. I
  10. J
  11. K
  12. L
  13. M
  14. N
  15. O
  16. P
  17. Q
  18. R
  19. S
  20. T
  21. U
  22. V
  23. W
  24. X
  25. Y
  26. Z

A

Abschlussprüfungsmarkt – Das Ziel von Abschlussprüfungen ist, die Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit von Abschlüssen zu stärken. Deshalb sind sie umfassender Bestandteil des Rechnungslegungsumfelds, und ihre Bedeutung spiegelt sich in Gesetzen (Vierte und Siebte Gesellschaftsrechtsrichtlinie) wider, wonach die Abschlussprüfung für bestimmte Unternehmen vorgeschrieben ist. Gesetzliche Abschlussprüfungen dürfen zudem nur von anerkannten Wirtschaftsprüfern durchgeführt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

AEUV – Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. So werden jetzt die früheren Römischen Verträge genannt. Der Vertrag regelt die Zuständigkeitsbereiche der EU und legt Bereiche fest, in denen sie keine Entscheidungsbefugnis hat. Zum Beispiel sieht Artikel 153 vor, dass die EU keine Kompetenz in Bezug auf das Arbeitsentgelt und das Streikrecht besitzt.

AIFM (Alternative Investment Fund Managers) – siehe Verwalter alternativer Investmentfonds.

Arbeitszeitrichtlinie – eine EU-Richtlinie mit Regelungen zur Arbeitszeit, Arbeitsunterbrechungen und Urlaub für die Beschäftigten in allen EU-Mitgliedstaaten.

B

Bankabwicklung – Dieser Begriff bezieht sich auf das Verfahren der Abwicklung von zahlungsunfähigen Banken. Während der jüngsten Finanzkrise erließ eine Reihe von Regierungen Notmaßnahmen zur Stabilisierung der Banken.

Bankenunion – Eine Reihe von Vorschlägen für einen der Europäischen Zentralbank unterstellten einheitlichen Aufsichtsmechanismus für Banken, um die Wirtschafts- und Währungsunion zu stärken. Mehr dazu lesen Sie hier.

Basel II – ab 2004, siehe die Basler Vereinbarungen.

Basel III – ab 2010-11, ersetzt Basel II, siehe Basler Vereinbarungen.

Basler Vereinbarungen – Empfehlungen des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht zu Bankengesetzen und Aufsichtsvorschriften. Ziel ist die Schaffung eines umfassenden Standards für Bankenaufsichtsbehörden, um die Eigenkapitalanforderungen für Banken zu überwachen und dadurch die mit dem Anlage- und Kreditgeschäft einhergehenden Risiken zu vermindern. Im Grunde bedeuten diese Vorschriften, dass eine Bank mit zunehmenden Risiken auch mehr Eigenkapital benötigt, um ihre Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Basler Ausschuss für Bankenaufsicht – ein Forum für die internationale Zusammenarbeit bei der Bankenaufsicht. Er besteht aus Vertretern nationaler Zentralbanken und Aufsichtsbehörden. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht entwickelt Leitlinien und Standards.

BEUC – Europäische Verbraucherorganisation. Ihre Mitglieder sind 42 unabhängige nationale Verbraucherorganisationen aus 31 europäischen Ländern.

Berichterstatter – eine äußerst wichtige Funktion im Europäischen Parlament. Ein Berichterstatter wird gewählt, wenn ein Parlamentsausschuss den Auftrag erhält, einen Berichtsentwurf über einen Vorschlag für eine Rechtsvorschrift zu erstellen. Der Berichterstatter verfasst den Bericht und empfiehlt eine politische Ausrichtung. Deshalb verfügt er über großen Einfluss. Mehr dazu lesen Sie hier.

C

CARRP – Abkürzung der neuen EU-Richtlinie über Wohnimmobiliendarlehen (Credit Agreements Relating to Residential Property). Dies wird oft als „Verantwortungsvolle Kreditvergabe“ bezeichnet.

CCP (Central counterparties) – Zentrale Gegenparteien.

Corporate Governance – Ein Begriff, der die Governance oder Steuerung eines Unternehmens beschreibt. Dieser Ordnungsrahmen definiert Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Vorstands, Interessen der Aktionäre und anderen Beteiligten, ethisches Verhalten und Transparenz.

CRA (Credit Rating Agency) – siehe Ratingagentur.

CRA-Richtlinie – Eine EU-Richtlinie zur Regulierung der Tätigkeit von Ratingagenturen. Da nur wenige Ratingagenturen den Markt beherrschen, hat ihr Rating erhebliche Auswirkungen.

CRA-Verordnung – Eine Verordnung im Einklang mit der oben genannten CRA-Richtlinie. Eine Verordnung ist für alle EU-Mitgliedstaaten unmittelbar rechtskräftig, während die Bestimmungen einer Richtlinie zuerst auf einzelstaatlicher Ebene umzusetzen sind.

CRD IV – siehe Eigenkapitalrichtlinie IV.

CRR (Capital Requirement Regulation) – Abkürzung für die Verordnung über Eigenkapitalanforderungen, die mit der Eigenkapitalrichtlinie (CRD) einhergeht. Die Verordnung (CRR) umfasst unmittelbar rechtskräftige Vorschriften für alle EU-Mitgliedstaaten, während die Bestimmungen in der Richtlinie (CRD) zuerst auf einzelstaatlicher Ebene umzusetzen sind.
Zentralverwahrer für Wertpapiere (Central Securities Depository, CSD) sind systemisch relevante Infrastrukturen in modernen Wertpapiermärkten und führen zentrale Dienstleistungen aus. Diese Dienstleistungen umfassen insbesondere die Registrierung, Verwahrung und Abwicklung von Wertpapieren gegen Barmitteln sowie die effiziente Abrechnung von Wertpapiertransaktionen auf den Finanzmärkten. Weitere Informationen finden Sie hier.

CSDR (Central Securities Depositories Regulation) – Verordnung über Zentralverwahrer für Wertpapiere.

D

Das Lamfalussy-Verfahren – Gesetzgebungsverfahren in der EU, das zur Weiterentwicklung bestimmter EU-Richtlinien für Finanzmarktregulierung, zum Beispiel die MiFID, genutzt wird. Bei diesem Verfahren entscheiden das Europäische Parlament und der Ministerrat über ein Rahmenabkommen. Danach werden von den Europäischen Aufsichtsbehörden in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission detailliertere technische Bestimmungen festgelegt.

DG MARKT – siehe GD Binnenmarkt und Dienstleistungen.

DGS (Deposit Guarantee Schemes) – siehe Einlagensicherungssysteme.

E

EBA – siehe Europäische Bankaufsichtsbehörde.

EBR – siehe Europäischer Betriebsrat.

EBR-Abkommen – Wenn ein Europäischer Betriebsrat eingerichtet wurde, verhandelt das Unternehmen mit den Beschäftigten über ein EBR-Abkommen, in dem festgelegt ist, wie, wann und wie oft der EBR mit der Unternehmensleitung zusammentrifft.

EFTA – Europäische Freihandelsassoziation, eine Organisation für den freien Handel zwischen vier europäischen Ländern, die mit der EU verbunden sind. Die EFTA-Mitglieder sind Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz. Die drei erstgenannten Länder gehören kraft EWR-Abkommen zum EU-Binnenmarkt.

EGB – Europäischer Gewerkschaftsbund. Er besteht aus den nationalen Gewerkschaftsverbänden von 36 europäischen Ländern und vertritt 60 Millionen Beschäftigte. Der EGB wird von der EU und anderen Behörden als einzige branchenübergreifende Gewerkschaftsorganisation auf europäischer Ebene anerkannt. Offizielle Website.

Eigenkapitalrichtlinie IV (CRD IV) – Das Ziel der Richtlinie ist die Stärkung des EU-Bankensektors, mit dem Ziel, wirtschaftliche Schocks aufzufangen und sicherzustellen, dass die Banken Wirtschaftstätigkeit und Wachstum weiter unterstützen können. Die CRD IV ist die Umsetzung von Basel III durch die EU. Mehr dazu lesen Sie hier.

Einheitlicher Bankenaufsichtsmechanismus – Vorläufiger Begriff für den Mechanismus, durch den die Europäische Zentralbank auf Vorschlag der Europäischen Kommission die ,letzte Verantwortung‘ für bestimmte Aufsichtsaufgaben übernimmt, um die finanzielle Stabilität aller Banken des Euroraums zu gewährleisten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Einlagensicherungssysteme – erstatten einen beschränkten Betrag an Einleger, deren Bank zusammenbricht. Aus Sicht der Einleger sichert dies einen Teil ihres Vermögens. Vor dem Hintergrund der Stabilität des Finanzsystems verhindert dieses Versprechen panische Geldabhebungen, die schwerste wirtschaftliche Folgen haben können.

EIOPA – siehe Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung. Offizielle Website.

EMIR (European Market Infrastructure Regulation) – siehe Verordnung über die europäische Marktinfrastruktur.

Empfehlung – eine Art EU-Regel, die unmittelbar von der Europäischen Kommission festgelegt wird. Empfehlungen haben nicht den gleichen Status wie Richtlinien oder Verordnungen.

ESA (European Supervisory Authorities) – siehe Europäische Aufsichtsbehörden.

ESFS (European System of Financial Supervisors) – siehe Europäisches Finanzaufsichtssystem. Heute ist der Begriff Europäische Aufsichtsbehörden gebräuchlich.

ESMA (European Securities and Markets Authority) – siehe Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde. Offizielle Website.

ESRB (European Systemic Risk Board) – siehe Europäischer Ausschuss für Systemrisiken.

Europäische Aktiengesellschaft/Societas Europaea – Eine Gesellschaft, deren gesamte Geschäftstätigkeit in EU-Mitgliedstaaten der EU-Verordnung über die Europäische Aktiengesellschaft (SE) und folglich nicht nationalen Gesellschaftsgesetzen unterliegt. Für internationale Gesellschaften gelten in der Regel je nach Land unterschiedliche Vorschriften. Durch die Gründung einer Europäischen Aktiengesellschaft (SE) lässt sich dies umgehen. Bei der Gründung einer SE verhandelt die Gesellschaft mit einem Gremium, in dem alle betroffenen Arbeitnehmer vertreten sind, über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der künftigen SE. SE steht für „Societas Europaea“. Mehr dazu lesen Sie hier.

Europäische Aufsichtsbehörden – bezieht sich auf die drei Finanzaufsichtsbehörden der EU. Sie bestehen aus der Europäischen Bankaufsichtsbehörde (EBA), der Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) und der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA). Ergänzt werden sie durch den Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB). Davor wurden diese drei Behörden Europäisches Finanzaufsichtssystem genannt.

Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung – eine der drei EU-Aufsichtsbehörden für die Finanzmärkte. Die EIOPA tritt für Transparenz und Schutz der Versicherungsnehmer, Altersversorgungsanwärter und -empfänger ein. Mehr lesen Siehier.

Europäischer Ausschuss für Systemrisiken – ein unabhängiges EU-Organ, das mit der Überwachung des gesamten Finanzsystems in der EU beauftragt ist. Der Ausschuss identifiziert Risiken und gibt Warnungen und Empfehlungen ab. Mehr dazu finden Sie auf der Offiziellen Website.

Europäische Bankaufsichtsbehörde – eine der drei EU-Aufsichtsbehörden für die Finanzmärkte. Die EBA ist für die Koordinierung der Bankenaufsicht in der EU verantwortlich und engagiert sich für die Finanzstabilität, die Markttransparenz und den Verbraucherschutz, beispielsweise durch Stresstests europäischer Banken. Sie kann sich gegenüber nationalen Aufsichtsbehörden durchsetzen, falls diese bei der ordnungsgemäßen Regulierung ihrer Banken versagen. Offizielle Website.

Europäische Kommission – das einzige Organ, das EU-Gesetze anstoßen und entwerfen kann. Die Kommission setzt sich aus 28 Komissaren. Offizielle Website.

Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde – eine der drei EU-Aufsichtsbehörden für die Finanzmärkte. Die ESMA ist zuständig für die Beaufsichtigung des europäischen Wertpapiermarktes und stellt sicher, dass er reibungslos funktioniert und auf transparente und effiziente Weise gesteuert wird. Zudem tritt sie für den Schutz der Anleger ein. Mehr lesen Sie hier.

Europäische Zentralbank – Zentralbank der gemeinsamen europäischen Währung (Euro). Offizielle Website.

Europäisches Parlament – besteht aus 751 Mitgliedern (MEP), die von den Bürgern der EU-Mitgliedstaaten gewählt werden. Das Europäische Parlament verabschiedet gemeinsam mit dem Ministerrat die EU-Gesetzgebung und den EU-Haushalt. Offizielle Website.

Europäischer Rat – Er setzt sich aus den Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten, seinem Präsidenten und dem Präsidenten der Kommission zusammen. Der Europäische Rat gibt die politische Gesamtausrichtung der EU vor, erlässt aber keine konkreten Rechtsvorschriften. Offizielle Website.

Europäischer Wirtschaftsraum – Er entstand aus einem Abkommen zwischen den EFTA- und EU-Mitgliedstaaten. Durch den EWR können Island, Norwegen und Liechtenstein am EU-Binnenmarkt teilnehmen, ohne ordentliches EU-Mitglied zu sein. Mit der Schweiz besteht ein ähnliches, gesondertes Abkommen.

Europarat – eine internationale Organisation für die Zusammenarbeit zwischen allen europäischen Ländern in den Bereichen Menschenrechte, demokratische Entwicklung und Kultur. Der Europarat hat 47 Mitgliedstaaten und ist ein von der EU völlig unabhängiges Organ, das keine rechtskräftigen Gesetze erlassen kann. Der Europarat ist nicht zu verwechseln mit dem Rat der Europäischen Union.

EWR – siehe Europäischer Wirtschaftsraum.

EZB – siehe Europäische Zentralbank.

ESFS (European System of Financial Supervisors) – Europäisches Finanzaufsichtssystem, der EU-Rahmen für die Finanzaufsicht. Es setzt sich zusammen aus den drei Europäischen Aufsichtsbehörden EBA, ESMA und EIOPA. Heute ist der Begriff Europäische Aufsichtsbehörden gebräuchlicher.

Europäischer Betriebsrat – Arbeitnehmervertretung in grenzüberschreitend tätigen Unternehmen, die zur Information und Konsultation der Unternehmensleitung berechtigt ist. Das Unternehmen ist verpflichtet, Informationen zu übermitteln, Fragen zu beantworten und Beiträge zu hören. Ein EBR wird auf Initiative der Arbeitnehmer eingerichtet. Mehr dazu lesen Sie hier.

F

FAT (Financial Activities Tax) – siehe Finanzaktivitätssteuer.

FSB (Financial Stability Board) – Finanzstabilitätsrat

Finance Watch - Organisation mit dem Ziel, die Machtbalance des EU-Finanzindustrielobbyings zu wahren. Bei Finance Watch arbeitet EuroFinUse zusammen mit Verbrauchern, Wissenschaftlern und vielen weiteren Akteuren daran, der EU eine alternative (ideale) Sichtweise zu vermitteln.

Financial Inclusion – Angebot von Finanzdienstleistungen zu erschwinglichen Gebühren an benachteiligte und einkommensschwache Bevölkerungsgruppen. Die Idee beruht darauf, dass alle Bürgerinnen und Bürger Zugang zu einem Bankkonto und grundlegenden Bankdienstleistungen benötigen.

Finanzaktivitätssteuer - Sie betrifft vom Grundsatz her die gesamten Gewinne und die Gehälter aus der Geschäftstätigkeit von Finanzinstituten. Abgekürzt wird sie mit FAT.

Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board, FSB) – internationales Gremium, welches das globale Finanzsystem überwacht und diesbezüglich Empfehlungen gibt. Er wurde nach der G-20-Tagung im April 2009 als Nachfolgeorganisation des Finanzstabilitätsforums eingerichtet. Dem Finanzstabilitätsrat gehören alle großen Volkswirtschaften der G-20 und die Europäische Kommission an. Der FSB besitzt keine Entscheidungsbefugnis. Offizielle Website.

Finanzsteuern – Bezieht sich auf verschiedene Methoden zur Besteuerung des Finanzsektors, beispielsweise durch eine Finanzaktivitätssteuer oder eine Finanztransaktionssteuer.

Finanztransaktionssteuer – Sie betrifft vom Grundsatz her den Wert einzelner Transaktionen und nicht den Gewinn von Finanzinstituten. Die Steuer wird daher fällig, sobald ein Finanzinstrument (Wertpapiere, Anleihen, Aktien und Derivate) den Besitzer wechselt. Abgekürzt wird sie FTT und ist auch als Tobin-Steuer bekannt.

FASP (Financial Services Action Plan) – Der Aktionsplan für Finanzdienstleistungen, eine EU-Initiative aus dem Jahr 1999, zielte darauf ab, einen Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen zu schaffen. Ein Ergebnis des Plans ist die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID).

FTT (Financial Transaction Tax) – siehe Finanztransaktionssteuer.

G

GD – siehe Generaldirektion.

GD Binnenmarkt und Dienstleistungen – Generaldirektion der Europäischen Kommission, die sich mit Fragen des EU-Binnenmarkts und der Finanzmarktregulierung befasst. Offizielle Website.

Generaldirektion – Die Kommission ist in mehrere Abteilungen – so genannte Generaldirektionen (GDs) – gegliedert. Ein Verzeichnis der Generaldirektionen finden Sie hier.

Grünbuch – ein von der Europäischen Kommission verfasstes Diskussionspapier. Es zielt darauf ab, die Debatte anzustoßen und einen Konsultationsprozess in Gang zu setzen. Ein Grünbuch befasst sich in der Regel nicht mit spezifischen Vorschlägen, sondern stellt Ideen über mögliche zukünftige Rechtsvorschriften dar.

G-20 – eine Gruppe von Finanzministern und Zentralbankpräsidenten aus 20 großen Volkswirtschaften: 19 Länder sowie die Europäische Union. Zusammen stellen die G20-Volkswirtschaften über 80 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts und zwei Drittel der Weltbevölkerung dar.

H

Hinweisgeber – Mitarbeiter, die die Unternehmensleitung und/oder die Aufsichtsbehörden vor einem systemischen Versagen oder einem riskanten Geschäft warnen. Ein gutes Hinweisgebersystem schützt den Mitarbeiter, der über das Fehlverhalten Bericht erstattet.

I

ICSD (Investor Compensation Scheme Directive) – siehe Richtlinie über Anlegerentschädigungssysteme.

IMD (Insurance Mediation Directive) – siehe Vermittlerrichtlinie.

Internationaler Währungsfonds – Organisation aus 188 Ländern, die für Finanzstabilität, internationalen Handel, Wirtschaftswachstum und Armutsbekämpfung eintritt. Der IWF überwacht die wirtschaftliche Lage und Entwicklung seiner Mitgliedsländer, vergibt Kredite an Länder in Schwierigkeiten und leistet Hilfe. Offizielle Website.

IORP (Institutions for Occupational Retirement Provision Directive) – Abkürzung für Richtlinie über Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung. Diese EU-Richtlinie zielt darauf ab, einen Binnenmarkt für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung zu schaffen.

IWF – siehe Internationaler Währungsfonds.

J

K

KID – ein EU-Vorschlag für eine Verordnung über ein neues Dokument mit wesentlichen Informationen (Basisinformationsblatt –Key Information Document, KID), welches vom Hersteller eines Anlageprodukts zu erstellen und Retailkunden zur Verfügung zu stellen ist. Mehr dazu lesen Sie hier.

Konsultation – Verfahren, bei dem eine öffentliche Behörde zu Kommentaren zu einem von ihr ausgearbeiteten Vorschlag auffordert. Jede Organisation kann auf eine Konsultation antworten. Dies ist bei EuroFinUse sehr oft der Fall. Lesen Sie hier unsere Antworten auf Konsultationen.

Krisenmanagement – Dieser Begriff bezieht sich auf einen Vorschlag der Europäischen Kommission vom Juni 2012. Dieser Vorschlag soll sicherstellen, dass Bankzusammenbrüche weder finanzielle Instabilität verursachen noch übermäßige Kosten für die Steuerzahler nach sich ziehen. Er beinhaltet die Erstellung von Notfallplänen („living wills“), Abwicklungsplänen und Transparenzregeln für Geschäftsmodelle.

L

Living Wills – Nach den Vorschlägen zum Krisenmanagement sind "living wills" Notfallpläne, die von den Banken selbst ausgearbeitet werden, um sich für den Fall einer Insolvenz vorzubereiten. Darin wird dargelegt, wie die Bank auf kontrollierte Weise umstrukturiert und abgebaut werden kann, ohne die finanzielle Stabilität zu gefährden oder für die Steuerzahler unvertretbar hohe Kosten zu verursachen.

M

MAD (Market Abuse Directive) – siehe Marktmissbrauchsrichtlinie.

MAR (Market Abuse Regulation) – siehe Marktmissbrauchsverordnung.

Marktmissbrauchsrichtlinie – Ziel ist die Bekämpfung von Insider-Geschäften und Marktmanipulation. Die Richtlinie verbietet es, mit Finanzinstrumenten unter Nutzung von Insider-Informationen zu handeln. Sie verbietet ferner die Manipulation von Märkten, beispielsweise durch die Verbreitung falscher Informationen oder von Gerüchten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Marktmissbrauchsverordnung – die EU-Verordnung zur Marktmissbrauchsrichtlinie (MAD). Die Verordnung umfasst unmittelbar rechtswirksame Vorschriften für alle EU-Mitgliedstaaten, während die Bestimmungen in der Richtlinie zuerst auf einzelstaatlicher Ebene umzusetzen sind. Mehr lesen Sie hier.

MEP – Abkürzung für Mitglied des Europäischen Parlaments.

MiFID – Abkürzung für die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente, die darauf abzielt, einen Binnenmarkt für Investmentdienstleistungen in der EU zu schaffen. Die MiFID regelt Vertriebs- und Beratungsleistungen zu Finanzprodukten und gibt Erläuterungen zur Bewältigung von Interessenkonflikten. Durch die Richtlinie wird sichergestellt, dass Anleger in Finanzinstrumente in allen EU-Mitgliedstaaten den gleichen Schutz genießen. Mehr dazu lesen Sie hier.

MiFIR – Abkürzung für die Verordnung über Märkte für Finanzinstrumente, die darauf abzielt, einen Binnenmarkt für Investmentdienstleistungen in der EU zu schaffen. Die Verordnung (MiFIR) umfasst unmittelbar rechtswirksame Vorschriften für alle EU-Mitgliedstaaten, während die Bestimmungen in der Richtlinie (MiFID) zuerst auf einzelstaatlicher Ebene umzusetzen sind.

Ministerrat – das EU-Organ, in dem die nationalen Minister für Finanzen, Umwelt usw. tagen. Der Ministerrat verabschiedet zusammen mit dem Europäischen Parlament neue EU-Gesetze. Er wird auch Rat der Europäischen Union bezeichnet. Offizielle Website.

N

O

OGAW – Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren. OGAW sind Investmentfonds, die gemäß der OGAW-Richtlinie von 1985 EU-weit gehandelt werden können. Seit der Finanzkrise reichte die Kommission mehrere Änderungsanträge an der OGAW-Richtlinie ein. Ihr Ziel ist die Vergrößerung der langfristigen Stabilität des Investmentfondsmarkts, die Steuerung des Verhaltens von Fondsmanagern und die Steigerung der Markttransparenz.

Omnibus II – Vorschlag für eine EU-Richtlinie zur Änderung von Solvency II, um sie mit dem Vertrag von Lissabon in Einklang zu bringen und die neue Aufsichtsstruktur der EU (Europäische Aufsichtsbehörden) zu berücksichtigen.

OTC (Over-the-Counter) – Eine Kategorie von Finanzinstrumenten, insbesondere Derivate, die direkt zwischen Banken und nicht an einem Aktienmarkt gehandelt werden. Der OTC-Handel gilt aufgrund seiner mangelnden Transparenz als risikoreich.

P

PRIPs – jetzt KID genannt, Abkürzung für Basisinformationsblatt für Anlageprodukte.

Q

R

Rat der Europäischen Union – siehe Ministerrat.

Ratingagentur (Credit Rating Agency) – Ein Unternehmen, das die Finanzkraft anderer Unternehmen und von staatlichen Einrichtungen bewertet. Ratingagenturen werden von Anlegern, Emittenten, Investmentbanken, Broker-Dealern und Regierungen zur Beurteilung des Kreditrisikos genutzt. Die drei großen Ratingagenturen – Standard & Poor’s, Moody’s Investor Service und Fitch Ratings – kontrollieren zusammen ca. 95 % des Marktes.

Richtlinie – Ein Rechtsakt der EU, durch den Mitgliedstaaten aufgefordert werden, in einem bestimmten Bereich ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen, wobei jedoch den Mitgliedstaaten die Wahl der Mittel zum Erreichen dieses Ziels bleibt. Aus diesem Grund kann das Endergebnis je nach Thema und Situation im jeweiligen Mitgliedstaat sehr verschieden sein. Zum Vergleich siehe "Verordnung".

Richtlinie über Anlegerentschädigungssysteme – Die in ihrer ursprünglichen Fassung 1997 angenommene ICSD (Investor Compensation Scheme Directive) schreibt den EU-Mitgliedstaaten einen Plan für Anlegerschutz bei Betrug oder operationellen oder administrativen Fehlern vor. Mehr dazu lesen Sie hier.

S

Schattenbanken – Es gibt keine feststehende Definition für Schattenbanken, aber dieser Begriff beschreibt in der Regel die Teile des Finanzsystems, die keine regulären Banken sind und daher keinen Aufsichtsregeln unterliegen. Beispiele sind Geldmarktfonds, Investmentfonds, Zweckgesellschaften und spezialisierte Investitionsgesellschaften. Auch Banken können Schattenbankgeschäfte betreiben, zum Beispiel durch Verbriefungstransaktionen.

SEPA – Kurzform für Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum, die EU-Initiative für die Vereinfachung und Angleichung von Banküberweisungen. Seit Juli 2013 gehören dem SEPA 28 EU-Mitgliedstaaten sowie die vier EFTA-Mitgliedstaaten (Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz) und Monaco an.

Solvency II – Richtlinie mit Bestimmungen, die die finanzielle Gesundheit und Existenzfähigkeit von Versicherungsgesellschaften sicherstellen. Ziel ist der Schutz von Versicherungsnehmern (Verbraucher, Unternehmen) und die Stabilität des Finanzsystems.

SSM (Single Supervisory Mechanism) – siehe Einheitlicher Bankenaufsichtsmechanismus.

STD (Savings Tax Directive) – siehe Zinsrichtlinie.

T

Tobin-Steuer – eine kleine Finanztransaktionssteuer, auf Vorschlag des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers James Tobin. Heute ist der Begriff Finanztransaktionssteuer (Financial Transaction Tax, FTT) gebräuchlich.

TR (Trade Repositories) – Transaktionsregister.

Transaktionsregister – Durch Transaktionsregister werden die Datensätze über Derivate zentral erfasst und verwaltet. Eine besondere Funktion erfüllen sie bei der Stärkung der Transparenz von Derivatemärkten und der Verringerung von Risiken für die Finanzstabilität. Transaktionsregister sind durch die EMIR geregelte Stellen, die Datensätze über den gesamten Derivatehandel zentral erfassen und verwalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

U

UNI – UNI Global Union ist eine internationale Dachorganisation für Gewerkschaften, die 20 Millionen Beschäftigte des Dienstleistungssektors in allen Teilen der Welt vertritt. UNI hat 900 Mitglieder in 150 Ländern. Die Organisation ist unter anderem in folgenden Sektoren aktiv: Handel, Finanz; Medien, Unterhaltung & Kunst; Post & Logistik und Tourismus. Offizielle Website.

V

Vertgütung – ein Begriff, der verschiedene Arten der Vergütung abdeckt, die Beschäftigte erhalten können. Der Vergütungsbegriff umfasst Löhne und Gehälter, Prämien und andere Gratifikationen, zum Beispiel für ungünstige Arbeitszeiten.

Verantwortungsvolle Kreditvergabe – siehe CARRP.

Vermittler – In diesem Zusammenhang bezieht sich dieser Begriff insbesondere auf das Versicherungswesen. Siehe Versicherungsvermittler. Im Allgemeinen ist ein Vermittler jemand, der als Dritter zwischen anderen Parteien auftritt.

Vermittlerrichtlinie – Die Bestimmungen der EU-Vermittlerrichtlinie zielen darauf ab, Verbraucherinteressen zu schützen und die Professionalität und Kompetenz von Versicherungsvermittlern zu gewährleisten. Sie umfasst einen Katalog von beruflichen Mindestanforderungen für alle Personen, die als Versicherungsvermittler tätig werden möchten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Verordnung – Sie gilt unmittelbar, d. h., sie schafft Recht, das in allen Mitgliedstaaten wie ein nationales Gesetz gilt, ohne dass die Regierungen tätig werden müssen.  Anders als bei Richtlinien können Mitgliedstaaten nicht selbst über die Umsetzung von Verordnungen entscheiden.

Verordnung über die europäische Marktinfrastruktur – Verordnung über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister.

Versicherungsvermittler – Ein Versicherungsvermittler tritt als Makler oder Dritter zwischen Verbrauchern und Versicherungsgesellschaften auf. Er berät den Verbraucher über das Versicherungsangebot und empfiehlt Versicherungspolicen.

Verwalter alternativer Investmentfonds – Die Aktivitäten der Verwalter alternativer Investmentfonds stellen einen erheblichen Teil des Handels an den Finanzmärkten dar. Derartige Aktivitäten können jedoch dazu beitragen, dass die Risiken für die Finanzsysteme um ein Vielfaches größer werden. Die Richtlinie zielt daher darauf ab, einen harmonisierten Regulierungs- und Aufsichtsrahmen für Verwalter von alternativen Investmentfonds zu schaffen. Mehr dazu lesen Sie hier.

W

Weißbuch – ein von der Europäischen Kommission verfasstes Dokument mit Vorschlägen für ein Vorgehen der EU in einem bestimmten Bereich. Es bietet eine detaillierte Diskussions- und Entscheidungsgrundlage. In manchen Fällen folgt es auf ein Grünbuch.

WTD (Working Time Directive) – siehe Arbeitszeitrichtlinie.

X

Z

Zinsrichtlinie – Mit der Zinsrichtlinie wird sichergestellt, dass die Zahlstellen Zinszahlungen, welche sie von Steuerpflichtigen erhalten haben, die in anderen Mitgliedstaaten ansässig sind, entweder melden oder auf die vereinnahmten Zinserträge die Quellensteuer erheben. Durch den Kommissionsvorschlag soll die Richtlinie dadurch verbessert werden, dass die Besteuerung von Zinszahlungen, die durch zwischengeschaltete, steuerbefreite Strukturen geleitet werden, besser gewährleistet wird. Außerdem wird vorgeschlagen, den Anwendungsbereich der Richtlinie auf Einkünfte auszudehnen, die Zinsen aus Anlagen in bestimmten Finanzinnovationen sowie bestimmten Lebensversicherungsprodukten entsprechen. Durch die Vereinfachung der technischen Funktionsweise der Richtlinie soll die Regelung benutzerfreundlicher werden und wirksamer umgesetzt werden können. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

 

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