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Für die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Studien, Bewertungen und Analysen zu aktuellen politischen Themen, die für die Nutzer von Finanzdienstleistungen von Interesse sind, hat BETTER FINANCE fünf individuelle Arbeitsgruppen eingerichtet. Ihr Zweck ist es, Konsultationen und Studien mit Expertenwissen, Fachkenntnissen und bewährten Praxisbeispielen zu untermauern. Aktuelle Arbeitsgruppen decken folgende Politikbereiche ab:

Aktionäre / Corporate Governance

Gute Grundsätze der Unternehmensführung und ihre lückenlose Umsetzung in allen börsennotierten Gesellschaften sind von entscheidender Bedeutung für langfristige Existenz, Wachstum und Stabilität, um sicherzustellen, dass die langfristigen Interessen der Aktionäre nicht übersehen werden und die Stabilität und nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft und des Finanzsystems zu gewährleisten. Nach unserer Auffassung haben viele Probleme der Corporate Governance eine der beiden nachgenannten Ursachen: Unterbrechung der Verbindungen in der Governance-Kette zwischen Vorstand und Aktionären (Probleme der „Agentur“ und der Verwahrstellen mit der Verarbeitungskette) und der Tatsache, dass die Mehrheitsaktionäre der Gesellschaft nicht zwangsläufig die wirtschaftlichen Eigentümer sind, welche die wirtschaftlichen Risiken und Chancen am Eigentum tragen.

Lesen Sie diesbezüglich unser Positionspapier über Corporate Governance.

Altersversorgung

Die Pensionsfonds in der EU profitieren von den Grundsätzen des freien Kapital- und Dienstleitungsverkehrs. Das bedeutet zum Beispiel, dass Pensionsfonds Systeme der betrieblichen Altersversorgung für Unternehmen, die in einem anderen EU-Mitgliedstaat niedergelassen sind, und gesamteuropäische Unternehmen durch einen einzigen Pensionsfonds für alle ihre EU-Tochtergesellschaften führen können. Diese Freiheit wird durch strenge Aufsichtsnormen ausgeglichen, die sicherstellen, dass Pensionsfondsmitglieder und -begünstigte angemessenen Schutz genießen.

Lesen Sie diesbezüglich unser Positionspapier über Altersversorgung.

Verpackte Anlageprodukte

Der Kleinanlegermarkt wird weitgehend durch verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger (Packaged Retail Investment Products, PRIPs) beherrscht, die den Zugang Letzterer zu den Finanzmärkten erleichtern. Zu den PRIPs gehören unter anderem Investmentfonds, die insbesondere unter der Bezeichnung OGAW (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren) bekannt sind. Der Vertrieb und die Beratung wird durch zwei bedeutende Rechtsakte geregelt: die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) und die Vermittlerrichtlinie (IMD). Diese Rechtsvorschriften erleichtern Kleinanlegern den Zugang zu den Finanzmärkten, können aber für Anleger schwer verständlich sein und werden oft mit missbräuchlichen Vermittlungsgebühren für Kleinanleger in Verbindung gebracht. Beim Vertrieb dieser Produkte können zudem Interessenkonflikte entstehen, da die Versicherungsvermittler oft von den Produktherstellern und nicht direkt von den Kleinanlegern vergütet werden. Diese Anlageprodukte unterliegen gegenwärtig einem komplexen Regelwerk. Diese Vorschriften sind oft unzusammenhängend und enthalten Regelungslücken. Es bestehen daher Zweifel an der Effektivität des Regelwerks, und zwar sowohl im Hinblick auf den Anlegerschutz als auch die Effizienz des Marktes. Diese Zweifel haben sich durch die Auswirkungen der Finanzkrise noch vergröβert.

Lesen Sie diesbezüglich unser Positionspapier über PRIPs, OGAW und MiFID.

Versicherung

Die Richtlinie 2002/92/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Versicherungsvermittlung ist der einzige Rechtsakt der EU, der den Vertriebsort von Versicherungsprodukten regelt und so den Schutz der Verbraucherrechte sicherstellen soll. Die jüngsten Turbulenzen auf den Finanzmärkten haben verdeutlicht, wie wichtig ein wirksamer Verbraucherschutz in allen Finanzbereichen ist. Mit Hilfe der überarbeiteten Richtlinie (IMD2) soll die Regulierung des Versicherungsmarkts für Privatkunden wirksam verbessert werden. Ziel ist es, für alle am Vertrieb von Versicherungsprodukten beteiligten Akteure gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten und den Schutz der Versicherungsnehmer zu verbessern. Die übergeordneten Ziele der aktuellen àœberarbeitung sind ein unverzerrter Wettbewerb, der Schutz der Verbraucher und die Marktintegration. Konkret sollten durch das IMD2-Projekt folgende Verbesserungen erzielt werden: Ausdehnung des Geltungsbereichs der IMD1 auf alle Vertriebskanäle (z. B. Erstversicherer, Autovermietungen); Aufdeckung, Bewältigung und Entschärfung von Interessenkonflikten; stärkere Harmonisierung verwaltungsrechtlicher Sanktionen und Maßnahmen bei Verstößen gegen wesentliche Bestimmungen der geltenden Richtlinie; Verbesserungen im Hinblick auf Angemessenheit und Objektivität der Beratung; Gewährleistung, dass die berufliche Qualifikation der Vertreiber der Komplexität der vertriebenen Produkte entspricht; Vereinfachung und Angleichung des Verfahrens für den grenzüberschreitenden Zugang zu den Versicherungsmärkten in der gesamten EU.

Lesen Sie diesbezüglich unser Positionspapier über Versicherung.

Abschlussprüfung

Der Abschlussprüfungsmarkt hat sich als entscheidend für die langfristige Sicherung des Shareholder-Values erwiesen. Durch die Finanzkrise hat sich gezeigt, dass der EU-Rechtsrahmen für Wirtschaftsprüfer aktualisiert werden sollte. Nach einem ambitionierten Vorschlag der Kommission diskutiert das Europäische Parlament derzeit eine neue Richtlinie und Verordnung.  Mit der geplanten Reform der Abschlussprüfung soll die Qualität der gesetzlichen Abschlussprüfungen in der EU gesteigert und das Vertrauen in geprüfte Jahresabschlüsse, insbesondere derjenigen von Banken, Versicherern und großen börsennotierten Unternehmen, zurückgewonnen werden.

Lesen Sie diesbezüglich unser Positionspapier über die Abschlussprüfung.

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